www.buelachfloorball.org
Die offizielle Website von Bülach Floorball

Zürcher Unterländer

Das «Ti amo» der Bescheidenen

Montag, 03. März 2008

2013 mal gelesen

Zur SpieltagsübersichtZur Spieltagsübersicht

Herren NLB - Finalrunde

Bülach Floorball vs. Unihockey Langenthal Aarwangen

Bülach Floorball - Unihockey Langenthal Aarwangen 3:2 (3:0, 0:1, 0:1)

Kasernenhalle, Bülach.
200 Zuschauer.
Schiedsrichter: Elmer, Schellenberg.
Tore: 06:12 Reuna (Adank) 1:0. 09:34 Bachmann 2:0. 13:23 Bührer (Steffen) 3:0. 25:05 Tarnuzzer (Gloor) 3:1. 46:15 Tarnuzzer (Mumenthaler) 3:2.
Strafen: Bülach Floorball 1x2min, Unihockey Langenthal Aarwangen 4x2min.
Bemerkungen: 59:34 Time-Out Bülach Floorball. 59:56 Reuna verschiesst Penalty.
Aufstellung

3:2-Sieg gegen Langenthal-Aarwangen und Einzug in die SML/NLB-Auf-/Abstiegsplayoffs: Bülach Floorball zeigt, dass im Unihockey auch mit bescheidenen Mitteln vieles möglich ist.

Bülacher Glückseligkeit: Trainer Remo Manser (links) und Teamchef Jürg Hosig haben die Aufstiegsplayoffs erreicht. (Daniel Zannantonio/pressebild.ch/Zürcher Unterländer)

Bülacher Glückseligkeit: Trainer Remo Manser (links) und Teamchef Jürg Hosig haben die Aufstiegsplayoffs erreicht. (Daniel Zannantonio/pressebild.ch/Zürcher Unterländer)

«Ti amo!» Wenn Umberto Tozzis Heuler von 1977 in der Bülacher Kasernenhalle ertönt, hat das Heimteam gewonnen. In der laufenden Saison errangen die Bülacher insgesamt 13 Siege – den wichtigsten davon am Samstag vor eigenem Anhang: Unihockey Langenthal- Aarwangen wurde 3:2 geschlagen, Bülach überholte dank diesem Sieg die Kloten-Bülach Jets wieder in der Tabelle und erreichte zum Abschluss der Finalrunde den 2. Platz. Dies ist gleichbedeutend mit dem grössen Erfolg in der 17-jährigen Vereinsgeschichte. und mit dem Einzug in die Aufstiegsspiele gegen A-Ligist Rychenberg Winterthur. Dass die 200 Zuschauer bis zur letzten Sekunde hatten zittern müssen, war da kurz nach 21 Uhr egal.

Nun wird der Aufstieg angestrebt

Die Partie hatte für Bülach sehr gut begonnen; nach dem Startdrittel hiess es 3:0 zugunsten der Unterländer, doch dann bauten sie etwas ab. «Je länger das vierte Tor nicht fiel, desto nervöser wurden wir», sagte Bülach-Trainer Remo Manser nach dem Spiel. Das vierte Tor fiel überhaupt nicht – Mikko Reuna verschoss vier Sekunden vor dem Ende sogar noch einen Penalty. Dennoch: «Ich hatte nie Angst, dass das Spiel kippt», so Manser. Bülach musste allerdings gewinnen – schon mit einem Remis hätte Bülach die Aufstiegsspiele verpasst. Die Überraschung ist nun perfekt. Bülach Floorball war vor der Saison von Optimisten allenfalls der 5. Platz zugetraut worden. Manser: «Wir wussten, dass wir besser sind. Aber vor der Finalrunde hätte ich trotzdem nicht viel darauf gewettet, dass wir die Jets noch überholen.» Das Ziel der Bülacher war Rang 3 gewesen. Manser sieht im Erreichen der Aufstiegsspiele eine Bestätigung für die harten Trainings und das fordernde Auftreten von ihm selber und seinem Assistenten Richard Köppel. Die beiden hatten in Bülach bereits mit den Elite-A-Junioren grosse Erfolge gefeiert und das Nachwuchsteam einst bis in den Playoff-Final geführt.

Nun will das Bülacher Fanionteam alles daran setzen, aufzusteigen – auch wenn das schwierig wird. Gegen die Spitzenteams der NLB, Waldkirch-St. Gallen und die Jets, wurden nur 2 von 18 möglichen Pukten geholt. Und Rychenberg ist noch einmal ein anderes Kaliber als die B-Spitzenteams. «Sie sind auch nicht mehr das Team, das vor einem Jahr beinahe Wiler-Ersigen aus den Playoffs gekippt hätte», gibt Manser aber zu bedenken. Abgänge und Verletzte machen den Eulachstädtern das Leben schwer.

Hier die Halle, dort der Erfolg

Paradox an der momentanen Situation im Unterländer Unihockey ist, dass Bülach über eine bescheidene Infrastruktur verfügt. In sieben Kilometer Entfernung stünde den Jets derweil eine moderne Halle zur Verfügung – der sportliche Erfolg liegt allerdings seit Jahren unter den Erwartungen. Die Flughafenstädter wollten heuer zumindest um den Aufstieg spielen, haben dies nach einer Saison mit Trainerwechsel und einer enttäuschenden Finalrunde aber verpasst. Der um einen (entscheidenden) Punkt erfolgreichere Lokalrivale muss sich derweil mit der Hallenproblematik herumschlagen. Alternativen zu der auf Abbruch stehenden Trainingshalle, der Zürcher Flur, werden geprüft, sagt Klubpräsident Stéphane Geslin. Das ist auch nötig: Bis in Bülach der Bau einer neuen Halle in Angriff genommen wird, vergehen noch mindestens zwei Jahre. Wenn auf dem Zürcher Flur- Areal neu gebaut wird, müssten die Bülacher wohl Trainingszeiten streichen. «Die Situation wird sich in den nächsten Wochen klären», so Geslin. Das Problem mit den Hallenzeiten habe jedoch nichts mit einem allfälligen Aufstieg in die SML zu tun.

Vorerst dürfen sich die Bülacher einen Moment lang im Erfolg sonnen. Auch wenn Co-Trainer Köppel bereits wieder fordert: «Wir haben als Saisonziel auch angegeben, dass wir ein SMLTeam schlagen wollen.» Im Cup verlor Bülach gegen Rychenberg 4:7. «Nun bekommen wir eine zweite Chance», lacht er. Für seine Spieler sind die Aufstiegsplayoffs der Lohn für die Mühen. Sie blättern pro Jahr 550 Franken an Mitgliedergebühren hin, um ab und zu «Ti amo!» singen zu können…

Spieltagsübersicht - Runde 5

Resultate

Kloten-Bülach Jets - Zug United 8 : 6
UHC Thun - UHC Waldkirch-St. Gallen 7 : 6
Bülach Floorball - Unihockey Langenthal Aarwangen 3 : 2 Info

Tabelle

1. unverändert UHC Waldkirch-St. Gallen 5 +42 57
2. unverändert Bülach Floorball 5 +19 42
3. unverändert Kloten-Bülach Jets 5 +23 41
4. verbessert UHC Thun 5 +10 34
5. verschlechtert Zug United 5 +9 33
6. verschlechtert Unihockey Langenthal Aarwangen 5 -11 33