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Zürcher Unterländer

Hirslen-Halle soll 2015 stehen

Dienstag, 09. April 2013

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Mit der neuen Hirslen-Halle soll die Sportanlage ganze 17 Sportarten abdecken. Am Siegerprojekt, das gestern vorgestellt worden ist, arbeitete dasselbe Architekturbüro mit, das einst den Erachfeld-Sportpark entwarf.

Zwei Geschosse sollen Sport- und Zuschauerbereich voneinander trennen. im Hintergrund links die bestehende Eishalle.

Zwei Geschosse sollen Sport- und Zuschauerbereich voneinander trennen. im Hintergrund links die bestehende Eishalle.

Ab heute kann sich die Bevölkerung ein Bild davon machen, wie die ausgebaute Sportanlage Hirslen dereinst aussehen soll. Der zweigeschossige Bau mit Holzfassade soll die Platznöte von Volleyball-, Unihockey-, Handball-, Badminton- und anderen Sportvereinen auffangen. Geschätzte Kosten: 11,4 Millionen Franken, davon 1,4 Millionen Franken für eine Tiefgarage. Ab heute sind die Ergebnisse und das Siegerprojekt der Totalunternehmer-Submission öffentlich ausgestellt.

Bülachs Sport-Stadtrat Jürg Hintermeister machte an der gestrigen Präsentation des Projekts deutlich, dass von den Sportvereinen aus ein enormer Zeitdruck bestehe. «Wenn wir das nicht beizeiten realisieren können, drohen Vereinsauflösungen. Und dann riskieren wir bei der Jugend noch ganz andere Probleme.» Aus demselben Zeitdruck heraus sei auch eine Neuplanung des Sportparks Erachfeld keine Option. Im Juli 2012 noch durch ein Bundesgerichtsurteil für unmöglich erklärt, wäre jenes Vorhaben rechtlich wieder möglich. Allerdings müssten dazu die Planungsarbeiten von vorne beginnen, und der Realisierungshorizont beliefe sich laut Hintermeister auf mindestens fünf Jahre. «Und diese Zeit haben wir definitiv nicht mehr.»

Das nun vorliegende Siegerprojekt für die Hirslen erarbeitete mit den Hornberger Architekten dasselbe Architekturbüro, das bereits den Wettbewerb für die Erachfeld-Anlage gewonnen hatte. Um sicherzugehen, dass die Nutzungsansprüche auch erfüllt würden, sassen in der Arbeitsgruppe neben den Bülacher Be- hörden auch Vertreter der Sportvereine. «So bekommen wir eine zweckmässige Halle mit einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis», sagte Hintermeister.

«Ich habe genug von Plänen!»

Einen weiteren «Plan B» habe er nicht, antwortete der Stadtrat gestern auf eine entsprechende Frage der Bülacher SVP-Gemeinderätin Andrea Spycher. «Ich habe jetzt genug von Plänen! Wenn dieses Projekt an der Urne scheitern sollte, dann wäre das ein Nein gegen den Sport.» An den Betriebskosten der Halle würden sich laut ersten Gesprächen auch die Kreisgemeinden Bachenbülach, Winkel, Hochfelden und Höri beteiligen – allerdings nicht an den Investitionskosten, wie Hintermeister weiter ausführte.

Zu den Kernpunkten des vorgelegten Hallenprojekts gehört die räumliche Trennung von Sportler- und Zuschauerbereich in Unter- und Obergeschoss. Durch eine ausrollbare Zuschauertribüne, analog zur Ruebis-Sporthalle in Kloten, können je nach Bedarf zusätzliche Sitzplätze angeboten werden. Darüber hinaus soll die Halle in drei kleine Trainingshallen unterteilt werden können, für eine davon hat die Berufsschule Bülach bereits Mietbedarf angemeldet

In einem nächsten Schritt sollen nun Optimierungen am Projekt vorgenommen werden, namentlich in Bezug auf die Anordnung der Sitzungszimmer und der Küche. Offen ist auch die Frage, wie die verkehrstechnische Erschliessung erfolgen wird – und wer sie bezahlt.Weil die Anlage Hirslen an einer Kantonsstrasse liegt, ist denkbar, dass der Kanton mitfinanziert. Das liesse mehr Geld übrig, beispielsweise für Sonnenkollektoren auf dem Dach. Solche sind mög- lich, derzeit aber nicht einkalkuliert.

Zeit und Geld beim Hirslen-Projekt

Im Rahmen der gestrigen Medienorientierung kommunizierte die Stadt Bülach Zahlen zu den Kosten und zum Zeithorizont für die geplante Gross-Sporthalle Hirslen:

Bereits bewilligte Kosten:

  • Referenzobjekte sichten: 6400 Franken.
  • Totalunternehmer-Submission Phase 1: 41'000 Franken.
  • Totalunternehmer-Submission Phase 2: 92'000 Franken.
  • Projektierungskredit: 118'000 Franken.

Kostenschätzungen:

  • Gross-Sporthalle (Bau): 11,4 Millionen.
  • Ergänzungsprojekte: 2,6 Millionen.

Das weitere Vorgehen:

  • Ab heute: Ausstellung der Projekte.
  • Mai 2013: Projekt wird optimiert, Ergänzungsprojekte bestimmt.
  • Juni/Juli 2013: Überweisung des Geschäfts an die Fachkommissionen.
  • 2014: Volk befindet über Baukredit.
  • 2014/2015 Bau würde realisiert.