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Zürcher Unterländer

Der EHC Bülach wagt sich für einmal weg vom Eis

Montag, 11. Juli 2016

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Rafi Huber (in Schwarz) versuchte sich mit seinem Teamkollegen vom EHC Bülach für einmal im Unihockey.

Rafi Huber (in Schwarz) versuchte sich mit seinem Teamkollegen vom EHC Bülach für einmal im Unihockey.

Am Freitag gab es in der Kasernenhalle Bülach ein Unihockeyspiel der besonderen Art: Der EHC ­Bülach verzichtete für einmal auf Eis und Kufen und wagte ein Spiel gegen Bülach ­Floorball. Eine für beide Seiten ungewohnte Erfahrung.

Die Sonne ist bereits hinter den Gebäuden auf dem Kasernenareal Bülach verschwunden, als die Spieler vom EHC Bülach und Bülach Floorball in der Kasernenhalle eintrudeln. Die beiden Mannschaften wollen sich in einem Unihockey-Freundschaftsspiel miteinander messen. Ein Luftzug bringt eine willkommene Abkühlung an diesem sommerlichen Freitagabend und lässt eine majestätische Linde im Hintergrund rauschen. Die Atmosphäre ist entspannt, auch zwischen den Kontrahenten. «Das Spiel ist eine willkommene Abwechslung zum momentanen Trainingsalltag im Kraftraum», ist EHC-Bülach-Sportchef Ricardo Schödler überzeugt. Schödler hat zusammen mit Stefan Fuchs, dem Teamverantwortlichen von Bülach Floorball, das Aufeinandertreffen organisiert. Das Unihockeyspiel soll Spass machen, den Teamgeist der Mannschaften stärken und den Spielern neue Perspektiven auf ihr Spiel liefern.

Unbekannte Laufwege

Vor allem für die Eishockeyspieler ist die Partie eine ungewohnte Erfahrung. «Es ist schwierig, den Ball zu kontrollieren, weil er so leicht ist», beschreibt EHC-Spieler Nico Andersen die Herausforderungen, nachdem er aus­gewechselt wurde. «Wir wissen auch noch nicht genau, wie wir ‹seckeln› müssen, um erfolgreich zusammenzuspielen.» Tatsächlich hat sich der EHC nicht speziell auf das Spiel vorbereitet, die Mannschaft muss während des Spiels ihren Rhythmus finden. Und schafft es, bereits in den ersten beiden Minuten zu punkten.

Der Spielstil der Eishockeyaner ist roh und direkt, darauf müssen sich die Unihockeyspieler erst noch einstellen. «Sie kämpfen um jeden Ball, spielen ohne Umschweife aufs Goal und suchen den direkten Abschluss. Wir haben noch einige Mühe, uns auf diesen Stil einzustimmen», analysiert Stürmer Mario Meier von Bülach Floorball den Match. Er ist allerdings optimistisch: «Mit der Zeit schaffen wir das.»

Meier soll recht behalten: Obwohl der EHC Bülach immer wieder erfolgreich das routinierte Zusammenspiel der Floorballer stört, entscheidet letztendlich Bülach Floorball die Partie mit 5:2 für sich.

Direktes Spiel machte Eindruck

Enttäuschte Gesichter gibt es nach dem Spiel bei den Eis­hockeyanern des EHC Bülach keine. Der EHC-Cheftrainer Martin Höhener ist sogar zufrieden mit dem Resultat: «Das war ein tolles Training für meine Mannschaft. Es ist nicht unser Sport, Unihockey benötigt eine spezielle Finesse, aber es war ein sehr gutes Spiel.» Auch dem Cheftrainer von Bülach Floorball, Lukas Eggli, hat die Partie gefallen. Das direkte Spiel aufs Goal der Eishockeyspieler habe Eindruck gemacht. «Aber wir haben natürlich mit angezogener Handbremse gespielt», fügt Eggli mit einem Augenzwinkern an.

Für die Spieler des EHC Bülach war der Match eine willkommene Abwechslung, ihre Kufen für Hallenturnschuhe an den Nagel hängen möchte aber keiner von ihnen.