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Die Uster-Cup-Trophy in Bülachs Händen

Sonntag, 09. September 2007

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Das wohl prestigereichste Turnier der Junioren ist der Uster-Cup. Dort kreuzen alljährlich die besten Junioren-Mannschaften des Kantons Zürich ihre Schwerter resp. ihre Stöcke. Wie schon die letzten zwei Jahre reihten sich auch dieses Jahr die Junioren C von Bülach Floorball ins Teilnehmerfeld ein. Das Los meinte es nicht gut und liess die Bülacher schon in den Gruppenspielen gegen die renommierten Junioren-Teams Uster 1 und Stadel-Niederhasli 1 antreten. Inbesondere Usters Ruf für ihre ausgezeichnete Juniorenarbeit stahlt seit Jahren über die Kantonsgerenzen hinaus.

Gruppenspiele

Gleich der erste Gegner hiess Uster 1. Das Spiel verlief äusserst ausgeglichen mit Chancen hüben wie drüben. Am Ende hiess es 3:3. Was dieses Resultat Wert war, konnte erst nach dem Spiel gegen Stadel-Niederhasli beurteilt werden. Dieses Spiel stand gleich als nächstes an und war wie erwartet hart umkämpft. Der ebenbürtige Gegner konnte knapp mit 3:2 bezwungen werden. Die Bülacher steigerten ihre Leistung gegenüber dem ersten Spiel. Sie agierten ruhiger, lösten durch sauberes Kreuzen aus und erspielten sich durch Vorstösse in den Slot zahlreiche Chancen, die dann allerdings fahrlässig ausgelassen wurden. Es fehlte noch an der nötigen Konzentration und teilweise auch am Kampfgeist. Und es sollte noch schlimmer kommen. Im letzten Spiel gegen die Winkler Ducks liessen die Bülacher die nötige Konzentration in der Garderobe, obwohl für die definitive Viertelsfinal-Qualifikation noch zwei Punkte nötig waren. Derart unprofessionelles Verhalten kann ins Auge gehen. Gegen die inferioren Winkler genügte jedoch diese Vorstellung: Resultat 5:3. Die durchzogene Leistung bescherte den zweite Gruppenplatz.

Viertelsfinal

Als Gruppenzweite trafen die Bülacher auf einen Gruppenersten. Bereits Entstation? Überhaupt nicht. Die Spieler waren nicht mehr wiederzuerkennen. Endlich hatte man das Gefühl, dass hier eine Mannschaft angetreten war, die den Sieg wollte und einforderte. Die Bülacher stiegen kompromisslos in die Zweikämpfe, deckten näher, rangen den Gegnern aufsässig die Bälle ab, droschen die Bälle mit hohem Druck auf dem Stock Richtung gegnerisches Tor und auf der Bank war Ruhe. Auf dem Platz rollte eine Angriffswelle um die andere auf das gegnerische Tor. Insbesondere der schon zuvor starke Yves Rumpel demonstrierte seine Schussschärfe und auch Dominik Müller fand seine gewohnte Treffsicherheit wieder. Nach 10 Minuten war die Partie entschieden. Es stand bereits 5:0. Am Ende hiess es 5:1. Die Form war gefunden. Der Hunger auf den Halbfinal gross.

Halbfinal

Die Bülacher bekamen es mit einer weiteren Uster-Mannschaft zu tun, deren Spieler im Durchschnitt die Bülacher um 20 cm überragten und 20 kg überwogen. In den Anfangsminuten agierten die Bülacher agiler und spielten einen 2:0 Vorsprung heraus. Sie fuhren jedoch zwei unnötige Konter ein und liessen damit den Ausgleich zum 2:2 zu. Die logische Folge: Penaltyschiessen. Dieses hatte vor allem zwei Namen: Joel Gradolf und Joscha Meier. Der schon zuvor glänzend parierende Keeper hielt zwei von drei Penalties und der letzte Schuss zog am Tor vorbei. Von den Bülachern schlenzte der Neuzuzug Joscha Meier den Ball in die Maschen. Der Finaleinzug war Tatsache.

Final

Im Final warteten Waldkirch-Wil auf die Bülacher, um den Pokal über die Kantonsgrenze hinaus nach St. Gallen zu tragen. Doch auch hier gingen die Bülacher rasch 2:0 in Führung. Das 2:1 des Gegners liess nochmals Spannung aufkommen. Jedoch liess sich Joel Gradolf nicht mehr bezwingen. Der Pokal gehört Bülach!

Professionelles Verarbeiten des Erfolgs

Dieser Erfolg soll genossen und der Freude freien Lauf gelassen werden. Jedoch: Man soll den Tag nicht vor dem Abend loben. Vor einem Jahr waren die Bülacher noch in der Vorrunde ausgeschieden, gewannen dafür aber die Meisterschaft. Vor zwei Jahren belegten sie am am Ustercup den zweiten Schlussrang, wurden aber «nur» zweite in der Meisterschaft.

Diesmal will es Bülach professioneller angehen: Die Freude über den Sieg geniessen und gleichzeitig sich konsequent weiter verbessern. Denn die Gegner arbeiten mit Volldampf an ihren Unihockeyfähigkeiten. In den letzten drei Spielen waren folgende Verbesserungspotenziale zu orten: zu offensives Zweikampfverhalten, «Anstechen», Freistossverhalten, konteranfällige blinde Pässe in den Slot.

rv

Bilder zu diesem Anlass