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Das Wunder von Bülach

Sonntag, 29. Januar 2017

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Herren GF 1. Liga - Qualifikation

Bülach Floorball vs. Unihockey Red Lions Frauenfeld

Bülach Floorball - Unihockey Red Lions Frauenfeld 5:2 (1:2, 3:0, 1:0)

Sporthalle Hirslen, Bülach.
188 Zuschauer.
Schiedsrichter: Pao Kohli, Thierry Kuhn.
Tore: 06:12 Jos. Meier (D. Müller) 1:0. 11:27 Pfister (Peter) 1:1. 11:54 Hari 1:2. 25:52 Jos. Meier (Götte) 2:2. 28:51 M. Meier 3:2. 38:29 Jos. Meier (D. Müller) 4:2. 57:00 Sigrist (Ingold / ins leere Tor) 5:2.
Strafen: Bülach Floorball 2x2min, Unihockey Red Lions Frauenfeld 1x2min.
Bemerkungen: 48:46 Time-Out Unihockey Red Lions Frauenfeld.
Aufstellung

Nach dem gestrigen Zittersieg gegen Schlusslicht United Toggenburg deutete wenig auf eine mögliche Playoffqualifikation der Bülacher hin. Zwar lagen die Bülacher vor der abschliessenden Runde nur einen Punkt hinter den Playoffrängen, sie waren aber auf die richtigen Resultate von gleich zwei anderen Partien angewiesen. Die Grundlage von allen Rechenspielen war jedoch in jedem Fall ein Sieg gegen Frauenfeld. Die Thurgauer verloren nach starkem Saisonstart zuletzt sieben Spiele in Folge, ehe sie am Freitag Limmattal überraschend mit 7:3 abfertigten.

Die Bülacher versuchten erneut, den Ball sauber in den eigenen Reihen zu halten und kein unnötiges Risiko einzugehen. In der siebten Minute konnte Marco Pavoni in der Mittelzone den Ball abfangen und nach einem Direktpass von Dominik Müller konnte Josha Meier zur Führung für das Heimteam einschiessen. Bülach dominierte das Startdrittel eigentlich, vergab aber die eigenen Chancen und lag nach zwei groben, individuellen Fehlern in der 12. Minuten plötzlich in Rückstand.

Obwohl die Bülacher hinten lagen, spielten sie ruhig und konzentriert weiter. Schliesslich fand Alexander Götte in der 26. Minute mit einem Diagonalpass Josha Meier, der direkt abschloss und zum 2:2-Ausgleich verwerten konnte. Zwei Minuten später war es Mario Meier, der mit einem Energieanfall vor das gegnerische Tor zog. Tatsächlich behielt er im Durcheinander die Übersicht und schoss den hoch abgeprallten Ball aus der Luft zum 3:2 ein. Nun spielten in der Hirslen nur noch die Bülacher: Dominik Müller scheiterte in der 32. Minute alleine vor dem Tor, Paul Böni sah seinen Schuss in der 34. Minute in extremis abgewehrt und Marco Pavonis Abschluss in der 36. Minute nach einem krassen Fehlpass war ebenfalls nicht von Erfolg gekrönt. In der 39. Minute drückten die Bülacher so stark, dass der vierte Treffer einfach fallen musste: Josha Meier fing vor dem Tor einen Befreiungsversuch ab und schlenzte zu seinem dritten, persönlichen Treffer ein.

Mit der 4:2-Führung ging es in den letzten Abschnitt. Die Bülacher kontrollierten weiterhin weitgehend das Spiel – und wenn dies einmal nicht gelang, konnten sie sich auf einen starken Christoph Düsel im Tor verlassen. Eine heikle Phase hatten sie zwischen der 47. und 51. Minute zu überstehen, als zwei Bülacher hintereinander die Strafbank drücken mussten. In der Folge spielte das Heimteam aber ungemein clever und reduzierte das Risiko weiter. Die Entscheidung fiel dann drei Minuten vor Schluss, denn genau im Moment eines Bülacher Ballgewinns ersetzte Frauenfeld den Torhüter durch einen sechsten Feldspieler. Noah Sigrist versemmelte zwar den Schuss auf das leere Tor komplett, aber entsprechend stand auch der gesetzte Block im Schilf und der Ball konnte ins Netz rollen.

Die Bülacher hatten also ihren Teil erfüllt und so konnte die grosse Rechnerei losgehen. Da Pfannenstiel gegen Dübendorf in einem zeitlich leicht versetzten Spiel mit 7:5 gewann, war nun das bange Warten auf den Ausgang der Abendpartie zwischen Herisau und Jona-Uznach angesagt. Und da tatsächlich Herisau diese Begegnung mit 6:2 für sich entscheiden konnte, rutschten die Bülacher im allerletzten Moment doch noch in die Playoffs. Nur während drei von insgesamt 22 Runden lagen die Bülacher über dem Playoffstrich. Dass dies nun ausgerechnet am Ende der Qualifikation der Fall ist, grenzt an ein Wunder, wenn man bedenkt, dass die Bülacher ihr Schicksal schon lange nicht mehr in den eigenen Händen hatten. Das Team hat es aber geschafft, sich bis zum Schluss auf die eigenen Leistungen zu konzentrieren und nicht nach links und rechts zu schielen. Nur so konnte dieses Szenario überhaupt in Frage kommen.

Nun kommt es im Viertelfinal zum Duell mit dem souveränen Qualisieger Widnau. Entsprechend werden die Bülacher als grosser Aussenseiter in diese Serie steigen. Die erste Partie wird am Wochenende des 11./12.2. auswärts stattfinden. Danach wird die Best-of-3-Serie am 18.2. in Bülach oder am 19.2. in Widnau entschieden.

dw

Spieltagsübersicht - Runde 22

Resultate

UHC Pfannenstiel Egg-M.-O. - UHC Jump Dübendorf 7 : 5
Bülach Floorball - Unihockey Red Lions Frauenfeld 5 : 2 Info
UHC Nesslau Sharks - Unihockey Limmattal 4 : 9
Vipers InnerSchwyz - UHC United Toggenburg Bazenheid 5 : 2
UHC Herisau - Jona-Uznach Flames 6 : 2
Rheintal Gators Widnau - Zuger Highlands 6 : 2

Tabelle

1. unverändert Rheintal Gators Widnau 22 +29 47
2. verbessert UHC Pfannenstiel Egg-M.-O. 22 +30 42
3. verschlechtert Zuger Highlands 22 +15 40
4. unverändert Unihockey Limmattal 22 +25 38
5. verbessert UHC Herisau 22 +4 34
6. verschlechtert UHC Nesslau Sharks 22 -14 32
7. unverändert Unihockey Red Lions Frauenfeld 22 -9 30
8. verbessert Bülach Floorball 22 -21 30
9. verbessert Vipers InnerSchwyz 22 +5 29
10. verschlechtert Jona-Uznach Flames 22 -4 28
11. verschlechtert UHC Jump Dübendorf 22 -8 28
12. unverändert UHC United Toggenburg Bazenheid 22 -52 18