Die ersten beiden Spiele des Viertelfinals gegen Herisau konnte Bülach für sich entscheiden und sich so in eine hervorragende Ausgangslage bringen. In beiden Spielen konnten die Bülacher früh in Führung gehen und diese kontinuierlich ausbauen. Mit einem Sieg im zweiten Heimspiel wäre der Halbfinaleinzug also geschafft. Aber für die Appenzeller ist es das Spiel der letzten Chance. Sie werden nochmals alles versuchen, um ihre Saison zu verlängern.
Die Minimierung der Fehlerquote war in der Startphase offensichtlich bei beiden Teams das Credo. Die erste dicke Chance hatte in der elften Minute Dominic Peter nach einem Querpass von Robin Schmitter. Doch Herisau-Keeper Sandro Wagner hielt die Null mit einer Glanzparade. Zwei Minuten später scheiterte Marco Hottinger nach einem Freischlag von Nico Derungs mit einem Flachschuss nur knapp. Und kurz vor der Pause rettete Sandro Wagner erneut mit einer starken Abwehr gegen Marco Hottinger, der in Überzahl nach einem Diagonalpass von Christoph Meier zum Abschluss kam.
Während der gleichen Strafe traf Nick Bregenzer nach einer Kombination über Marco Hottinger und Luca Dall'Oglio aus spitzem Winkel den Aussenpfosten. Ein Zuspiel der Gäste konnte Luca Dall'Oglio in der 22. Minute abfangen und auf Silas Horber ablegen, der mit einem Direktschuss zur Bülacher Führung traf. Drei Minuten später setzte sich Luca Dall'Oglio hinter dem eigenen Tor gegen zwei Gegenspieler durch, Nico Derungs leitete das Zuspiel in die Mitte und Silas Horber erhöhte auf 2:0. In der 28. Minute spielten die Bülacher in Unterzahl und fingen zwar einen Weitschuss ab. Doch sie konnten den Ball nicht aus der Zone bringen, was schliesslich den Anschlusstreffer durch Joel Conzett ermöglichte. Und zur Spielmitte bewerkstelligte Silas Stucki nach einem geschickten Rückpass von Andreas Tanner gar den Ausgleich.
Die Bülacher verpassten im Schlussdrittel zunächst mehrere Möglichkeiten. Luca Dall'Oglio mit einem satten Schuss und Dominic Peter nach einem Querpass von Robin Schmitter scheiterten am starken Sandro Wagner im Tor von Herisau. Neun Minuten vor Schluss erhielt das Heimteam die Möglichkeit zu einem Powerplay. Die Überzahl dauerte aber nur zwei Sekunden, denn Luca Dall'Oglio spielte den Freischlag aus der Ecke hinter dem Tor durch, wo Nick Bregenzer lauerte und zum 3:2 einnetzte. Herisau ersetzte in der Folge regelmässig den Torhüter durch einen sechsten Feldspieler, konnte sich aber keine zwingenden Möglichkeiten erspielen. Die Bülacher kontrollierten den Ball nun sicher und kamen durch Silas Horber in der letzten Minute mit einem Schuss ans linke Lattenkreuz zur gefährlichsten Aktion der Schlussphase.
Anders als in den ersten beiden Partien der Serie wurde es spannend. Es war allerdings für das Publikum keine besonders ansehnliche Angelegenheit. Im Versuch die eigenen Fehler zu minimieren, spielte Herisau teilweise in der eigenen Zone minutenlang hin und her. Es fehlte dann aber entweder am Plan oder an der Umsetzung, etwas aus dem Ballbesitz zu machen. Die Bülacher bewiesen viel Geduld und starke Nerven. Am Ende geht der knappe Sieg aufgrund der Chancen absolut in Ordnung. Im Halbfinal wird Bülach nun ab dem 28. Februar auf die Jona-Uznach Flames treffen, die sich doch etwas überraschend in drei Spielen gegen das zweitplatzierte Uri durchsetzen konnten.





