Nach den ersten beiden Spielen war klar, dass es in diesem Halbfinal keinen Schönheitspreis zu gewinnen gibt. Die Jona-Uznach Flames machen den Bülachern das Leben schwer mit einem hohen, aggressiven Pressing und viel körperbetontem Einsatz. Bislang fand Bülach noch nicht die spielerischen Mittel, um sich in Abschlusspositionen zu bringen. Auch im dritten Spiel wurde somit eine umkämpfte Angelegenheit erwartet.
Den Bülachern gelang ein starker Start und das erste Tor liess nicht lange auf sich warten: In der vierten Minute brachte Joel Renold das Heimteam mit einem Schuss von der rechten Seite in Führung. Und nachdem Renold auch in der achten Minute gefährlich im Slot auftauchte, verwertete er schliesslich in der zehnten Minute einen Zauberpass von Dominic Peter zum 2:0. Ziemlich aus dem Nichts verkürzten die Flames nach einem Pass aus der Ecke in der 14. Minute durch Cyrill Zimmermann. Eine Minute später erlief sich Noé Ringli in der gegnerischen Platzhälfte den Ball und fand in der Mitte Dominic Peter, der zum 3:1 einschoss. Nach einem ungenauen Zuspiel hinter dem gegnerischen Tor konnten die Flames in der 19. Minute einen Konter lancieren, den Timo Schmidt begünstigt durch einen Zuteilungsfehler zum Anschlusstreffer ausnutzen konnte.
Zähflüssiger war das Geschehen dann im Mittelabschnitt. In der 31. Minute konnten die Bülacher in Unterzahl ein Zuspiel durch die Mitte zwar abfangen, aber der Ball prallte zu einem Gegenspieler und schliesslich war es für Jan Broder nicht mehr schwierig, zum Ausgleich einzuschiessen. Nachdem die Bülacher wenig später eine Strafe überstanden hatten, konnte Cyril Meyer nach einem Verstolperer der Flames alleine losziehen, doch er brachte den Ball nicht am Torhüter vorbei. Kurz vor der zweiten Pause gelang den Gästen erneut in Überzahl mit einem flachen Weitschuss durch Nicola Federli die erstmalige Führung.
Keine Minute war im Schlussabschnitt gespielt, als Joel Renold ein Zuspiel von Robin Schmitter vor dem gegnerischen Tor zum Ausgleich ablenkte. Aber nach einem ungenauen Bülacher Zuspiel brachte Jan Broder die Flames zwei Minuten später wieder in Front. Erneut zwei Minuten später erlief Nico Derungs den Ball hinter dem gegnerischen Tor und fand Nick Bregenzer im Slot, der zum 5:5 einschoss. In der 47. Minute hatte Joel Renold mit einem Penalty gar die Möglichkeit, das Heimteam in Führung zu bringen, doch er scheiterte an Jonas Federli. So ging es in die heisse Schlussphase, in der die Bülacher in der 57. Minute mit einem missglückten Zuspiel das 5:6 der Flames einleiteten. Eine halbe Minute später war Nico Derungs nach einem Schuss von Marco Hottinger zur Stelle und verwertete den Abpraller zum abermaligen Ausgleich. Die Bülacher wollten nach dem Anspiel mehr und liefen prompt in einen Konter, den Noah Lüthi in der 58. Minute zum 6:7 verwertete. Auf diesen Treffer fanden die Bülacher keine Antwort mehr.
In der Startphase waren die Bülacher das stärkere Team, dann glich sich das Geschehen aus. Bülach machte sich das Leben mit Eigenfehlern selber schwer und agierte auch einmal etwas gar naiv, wie nach dem 6:6-Ausgleich. Somit liegen die Bülacher nach drei Spielen in Rücklage. Aber wie es im Dombrowski-Marsch heisst, noch ist Polen nicht verloren. Die Bülacher haben die Mittel, diese Serie noch zu kehren. Am Sonntagabend braucht es in Jona nun aber einen Sieg, um den Finaltraum weiterleben zu lassen.





