Es kam im 1/32-Final gegen die Jona-Uznach Flames zu einer Reprise des Playoff-Halbfinals der vergangenen Saison. Drei Wochen vor Saisonstart war diese Partie gleich ein erster Gradmesser. Da in den bisherigen Testspielen noch nicht alles wunschgemäss lief, durfte man gespannt sein, wie sich die Bülacher präsentieren würden. Zumal diese mit einer sehr jungen Truppe zu diesem Cupspiel antraten. Motiviert waren sicherlich beide Teams, denn auf den Sieger dieser Begegnung wartete mit GC ein attraktives Los in der nächsten Runde.
Der Start gelang dem Heimteam jedoch gar nicht. Gleich mit der ersten Chance gingen die Flames durch Janis Hefti in der zweiten Minute in Führung. In der elften Minute schalteten die Flames nach einem Bülacher Ballverlust in der Vorwärtsbewegung gut um und erhöhten durch Silas Denzler auf 0:2. Drei Minuten später stand Nico Derungs am richtigen Ort und lenkte einen von der Bande zurückspringenden Ball zum 1:2 ins Tor. Die Gäste präsentierten sich kaltblütig und nutzten in der 15. Minute durch Yanick Thalmann einen Bülacher Fehlpass zum 1:3 und wenig später erhöhte Dario Bartolo nach einem Gegenstoss den Vorsprung auf drei Tore. Kurz vor der Pause lenkte Nico Derungs im Slot eine Hereingabe von Simon Klingler noch sehenswert zum 2:4 ab.
Das Heimteam agierte ab dem Mitteldrittel sicherer, lag aber in der 25. Minute nach einem gegnerischen Angriff über die Ecke wieder mit drei Längen hinten. Drei Minuten später verkürzte Marco Hottinger für die Bülacher aus dem Slot und auch kurz darauf war es die Kombination Klingler-Hottinger, die Bülach in Überzahl bis auf 4:5 heranbrachte.
Und tatsächlich drehten die Bülacher das Spiel zwischenzeitlich im Schlussabschnitt in Überzahl. Zweimal war es Joel Renold, der zuerst am weiten Pfosten ein Zuspiel von Silas Horber verwertete und zehn Minuten vor dem Ende mit einem satten Schuss auf 6:5 stellte. Die Flames kamen aber mit einem Konter in der 55. Minute, den Joël Schnider erfolgreich abschliessen konnte, wieder zum Ausgleich. Und vier Minuten vor dem Ende brachte Cyrill Zimmermann die Gäste ihrerseits in Überzahl wieder mit 6:7 in Führung. Die Bülacher ersetzten nach dem Timeout in der 58. Minute den Torhüter durch einen sechsten Feldspieler, brachten den Ball aber nicht mehr entscheidend aufs gegnerische Tor.
Im Startdrittel leisteten sich die Bülacher vor allem im Spiel mit dem Ball zu viele Ungenauigkeiten und waren im Umschalten nicht konsequent genug. Ab dem Mitteldrittel veränderte sich das Bild und am Ende war Bülach trotz zweimaligem Dreitorerückstand sogar nahe am Sieg, aber es sollte heute nicht ganz reichen. Auf der einen Seite schade, dass es nicht zum Duell mit GC kommt, aber auf der anderen Seite irgendwie auch kein Beinbruch, dass das Team zu diesem Zeitpunkt noch viel Luft nach oben hat.





