Nach diversen Transfers im Sommer scheint sich das Team von Lukas Eggli noch in einer Findungsphase zu befinden. Die Niederlage zum Auftakt auswärts bei Uri war das Resultat von fehlender Effizienz und zu hoher Fehlerquote. Diese Punkte mussten die Bülacher definitiv verbessern, um das Benefizspiel für das durchlöcherte Hallendach des benachbarten Eishockeyclubs auch resultatmässig erfolgreich zu gestalten. Da hatte allerdings der Aufsteiger Inwil-Baar etwas dagegen, der beim Start in die neue Liga mit einem Sieg gegen Herisau überzeugte.
Mit zwei schnellen Toren in der siebten Minute ging das Heimteam in Führung: Timo Cserhat traf nach Vorlage von Simon Klingler gleich in seinem ersten Spiel. Und Joel Renold blieb nach einer Balleroberung vor dem gegnerischen Tor kaltblütig im Abschluss. Allerdings hielt diese Zweitoreführung nur gerade eine halbe Minute, dann verkürzte Gianluca Margiotta mit einem satten Schuss von der linken Angriffsseite. Mit einem Doppelpack in der 16. Minute drehten die Gäste das Resultat. Roman Böhi traf mit einem Abpraller aus dem Slot und Elias Bürge profitierte von einer Bülacher Unachtsamkeit nach dem Bully.
In der 29. Minute traf Rodrigo Hitz nach einem Rush in seinem Premierenspiel zum Ausgleich und anderthalb Minuten später brachte Joel Renold nach einem Fehler der Zuger das Heimteam wieder in Führung. Diese baute Nick Bregenzer mit einem Abpraller nach einem Freischlag auf 5:3 aus. In dieser Phase waren die Bülacher eigentlich dominant, kassierten aber fünf Minuten vor der zweiten Pause innert 30 Sekunden zwei Tore: Lars Schelbert traf nach einem Pass durch die Mitte und Julien Hess verwertete einen Abpraller im Slot. Dank dem 6:5 von Siro Zahner, der nach einem schönen Doppelpass mit Silas Horber ins rechte Eck traf, lag Bülach nach 40 Minuten dennoch in Front.
Bereits nach 34 Sekunden im Schlussabschnitt traf Elias Bürge nach einem Querpass für die White Indians zum Ausgleich. In der Folge verloren die Bülacher etwas die Geduld und fingen sich in der 44. und 47. Minute zwei Konter ein, die Elias Bürge und Roman Böhi zum 6:8 nutzten. Nach dem unglücklichen 6:9 durch Devin Rüegger hatte Bülach-Keeper Ioanni Kaldis genug und überliess seinen Platz Simon Wittwer. Aus dem Spiel war mit diesem Treffer aber die Luft draussen. Dies unterstrich auch das 6:10 unter die Latte durch Julien Hess in der 52. Minute. Den Schlusspunkt zum 7:10 setzte Joel Renold nach einem Doppelpass mit Alejandro Hitz hinter dem gegnerischen Tor durch.
Damit sind die Bülacher sicher nicht ganz erwartungsgemäss mit zwei Niederlagen in die Saison gestartet. Dabei war auch in dieser Partie nicht alles schlecht. Qualität ist vorhanden, bleibt allerdings zu oft noch Stückwerk. Und wenn man zehn Tore erhält, ist es keine Raketenwissenschaft, dass die Probleme in der Defensive liegen. Allerdings muss auch hervorgehoben werden, dass die White Indians mit ihrer Abschlussstärke überzeugten und sich unter dem Strich den Sieg verdienten. Die nächsten Möglichkeiten zu den ersten Punkten erhalten die Bülacher am kommenden Wochenende in einer Doppelrunde: Zuerst geht es am Samstag auswärts gegen Laupen und am Sonntag wird mit den Vipers InnerSchwyz ein weiterer Aufsteiger in der Hirslen gastieren.