Im samstäglichen Duell der beiden punktelosen Teams blieb der erhoffte Befreiungsschlag von Bülach aus: In den letzten fünf Minuten gaben die Zürcher Unterländer auswärts bei Laupen einen sicher geglaubten Dreitorevorsprung noch aus der Hand. Am Ende holten sich die Bülacher im Penaltyschiessen wenigstens noch den Zusatzpunkt. Ein Blick auf die Tabelle reicht, um das Hauptproblem der Bülacher zu identifizieren: Nach drei Spielen standen insgesamt 25 Gegentreffer zu Buche. Dies galt es gegen den Aufsteiger Vipers InnerSchwyz zu verbessern, der mit fünf Punkten aus drei Spielen einen beachtlichen Start hinlegte.
Das Heimteam musste nicht lange zittern, denn bereits nach drei Minuten brachte Robin Schmitter seine Farben mit einem satten Schuss unter die Latte in Führung. In der neunten Minute baute Yanik Hofmann die Führung mit einem Schuss in die nahe Ecke aus. In der 15. Minute erwischte Marco Hottinger den Torhüter aus spitzem Winkel zum 3:0 und noch in derselben Spielminute verwertete Silas Horber einen Ableger von Joel Renold zum 4:0. Zum Pausenstand von 4:1 traf Kevin Lottenbach, der in Unterzahl entwischen konnte.
Im Mittelabschnitt sorgte Bülach endgültig für klare Verhältnisse. Joel Renold verwertete nach einem Querpass von Silas Horber in der 24. Minute zum 5:1. Mit zwei Freischlägen in der 33. Minute erhöhten Marco Hottinger und Nick Bregenzer weiter auf 7:1. Und in der 35. Minute sorgte Silas Horber in Überzahl für die komfortable 8:1-Führung nach 40 Minuten.
Entsprechend war im Schlussabschnitt etwas die Luft draussen. Mittels Penalty traf Pascal Holdener in der 48. Minute zum 8:2. Ein Bülacher Traumtor gab es dann zwei Minuten später: Christoph Meier fand mit einem halbhohen Pass am weiten Pfosten Yanik Hofmann, der direkt aus der Luft zum 9:2 einschoss. In der 56. Minute leitete Nick Bregenzer einen Freischlag aus der Ecke elegant weiter zu Joel Renold, der das «Stängeli» komplett machte. Und anderthalb Minuten vor dem Ende lenkte Nick Christen eine Hereingabe von Siro Zahner zum Endstand von 11:2 ab.
Bülach kam heute gegen die defensiv stehenden Vipers zu viel Ballbesitz und vermochte daraus entsprechend Kapital zu schlagen. Und während die Offensive regelmässig scoren konnte, produzierten die Bülacher für einmal auch hinten wenig Fehler. Den Beweis, dass dies keine Eintagesfliege war, kann Bülach am kommenden Samstag auswärts bei Absteiger Davos-Klosters antreten.




